Flieg & Karmann
1920 - 1939Beschreibung
David Flieg (1882-1962) und Josef Karmann lernen sich über Daniel Flieg kennen (Vater von Helmut Flieg; Helmut Flieg besser bekannt als Stefan Heym) und gründen im Jahr 1920 die Handelsgesellschaft „Flieg & Karmann“ in der Friedrichstraße 9. Das Unternehmen ist Mitglied im Reichsverband des Stoffgroßhandels. Die florierende Großhandlung für Leinen- und Baumwollwaren ist mittlerweile am Neumarkt 7 ansässig. Die jährlichen Reinerlöse belaufen sich auf bis zu 60.000 RM. Bereits im April 1933 gelangt die Firma auf die Boykottliste des antisemitischen „Chemnitzer Aktionsausschusses“. Während des Novemberpogroms 1938 werden die Inhaber in „Schutzhaft“ genommen und in das KZ Buchenwald verschleppt. Die Besitzer werden zum Verkauf gedrängt. 1939 erfolgt die „Arisierung“ durch Veräußerung an Ernst Markert und Kurt Müller. Die Firma führt infolge den Namen Markert & Müller. Im Frühjahr 1945 wird das Haus Neumarkt 7 ausgebombt.
Autor(en): Barbara Waske, Carola Hütcher
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