Gebr. Sussmann AG

 1888 - 1940

Beschreibung

Aus Köln kommend, verlegen Adolf und Hermann Sussmann 1888 ihr Strumpfwarengeschäft nach Chemnitz - zunächst in der Hartmannstraße 2, ab 1891 in der Wiesenstraße 56. In den Folgejahren gründen sie eine Strumpffabrik mit Fabriken in Chemnitz und Meinersdorf. Unter der Leitung von Adolf Sussmanns Söhnen Hugo (1881-1944) und Arthur (1884-1952) exportiert die Firma, seit 1922 eine Aktiengesellschaft, ihre Strumpfwaren und Trikotagen in viele europäische Länder. 1923 entsteht ein neues Firmengebäude in der Altchemnitzer Straße 40, geplant vom Chemnitzer Architekturbüro Naumann & Kalitzki, mit elegant geschwungener, heller fünfgeschossiger Fassade. Ende der 1920er Jahre arbeiten in der Fabrik ca. 500 Beschäftigte, hinzukommen noch in Heimarbeit tätige Strumpfwirker. Elegante Strümpfe der Schutzmarken Gebsy und Tramina sowie Sanitas-Socken für empfindliche Füße werden hier produziert. Nach dem Machtantritt der NSDAP emigriert Arthur Sussmann über Frankreich in die USA, wo er 1952 verstarb. Hugo Sussmann plant 1935 die Umwandlung des leerstehenden Verwaltungsgebäudes in Wohnungen, was nicht genehmigt wird. 1940 wird die Firma letztendlich liquidiert. Hugo Sussmann wird zur Zwangsarbeit verpflichtet und 1944 in Auschwitz ermordet.

Autor(en): Gisela Strobel, Carola Hütcher

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