Irmi Goeritz
1906 - 2004Beschreibung
Karl Goeritz, Sohn des Unternehmers Sigmund Goeritz heiratet 1926 Irmgard Frank, jüngste Tochter von Julius Frank (1858–1936), Mitinhabers der Marschel Frank Sachs AG. Er gehört wie sein Bruder Erich zu den bedeutendsten privaten Kunstsammlern in Chemnitz.
1937 verlassen Irmgard (Irmi) und Karl Goeritz mit Sohn Frank-Stefan (1932-1939) Deutschland und emigrieren nach Holland, wo Tochter Irene Beatrice (1938-1939) geboren wird. Mit dem Schiff „Simon Bolivar“ reisen sie in Richtung Chile. Vor der englischen Küste läuft das Schiff am 18. November 1939 auf eine Mine und versinkt. Ehemann Karl und die beiden Kinder Frank-Stefan und Irene Beatrice ertrinken. Nur Irmi überlebt.
Nach dem Schiffsunglück geht Irmi Goeritz nach New York. 1942 vermählt sie sich mit dem aus Chemnitz stammenden Pädagogen Heinrich (Henry) Selver (1901–1957). Das Ehepaar hat zwei Töchter: Irene und Veronica. 1949 zieht die Familie nach Versailles (Frankreich), wo Henry Selver Direktor einer jüdischen Weiterbildungsanstalt wird. Er stirbt 1958 und Irmi Selver geht zurück nach New York, wo sie bis zu ihrem Tod lebt.
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