Strumpffabrik Siegfried Peretz AG

 1884 - 1938

Beschreibung

Siegfried Peretz (1859-1943) zieht mit seiner Familie 1889 von Leipzig nach Chemnitz und gründet ein Geschäft für Handschuh- und Strumpfwaren. Er beginnt mit der eigenen Produktion von Stümpfen und übersiedelt 1904 die Strumpffabrik Siegfried Peretz aus Jahnsbach nach Chemnitz in die Lothringer Straße 14. 1907 wird Sohn Albert Teilhaber der Firma. Der jüdische Unternehmer erweitert den Betrieb mehrmals. 1921 wird die Firma in eine Aktiengesellschaft umgewandelt. Die Kinder- und Damenstrümpfe von Peretz nehmen Spitzenpositionen im Export ein. Durch „Arisierung“ verliert die Familie 1938 ihre Lebensgrundlage. Die Prokuristen Krauße und Sting übernehmen die Firma, welche nun den Namen Perena-Werk Krauße & Co. trägt, Geschäftsführer Albert Peretz wird aus der Firma gedrängt. Der Firmengründer und seine Frau wählen vor der Deportation 1943 den Freitod, Albert Peretz wird in Auschwitz ermordet. Der Betrieb wird 1943 kriegsbedingt stillgelegt. Die Gebäude werden ab 1953 von VEB Buchungsmaschinenwerk genutzt; heute befindet sich dort eine Niederlassung des Sächsischen Staatsarchivs.

Erzeugnisse

Strümpfe

Autor(en): Gisela Strobel

Vorgänger

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